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Der Rosenschnitt

Warum schneiden?
Rosen müssen zurückgeschnitten werden, um sie zum Wachstum anzuregen und sie gesund zu halten. Durch den Schnitt werden die Rosen verjüngt, und es wird Platz geschaffen, so dass Licht und Luft für die neuen Triebe zur Verfügung stehen.

Wann schneiden?
Die beste Zeit für den Rosenschnitt ist das zeitige Frühjahr, wenn die Winterruhe endet und der Neuaustrieb sichtbar wird. Dies ist in der Regel zwischen März und April der Fall.

Die richtige Schnittweise
Grundsätzlich immer über einem nach außen wachsenden Knospenansatz abschneiden. Dabei auf den Knospenansatz hinschneiden und oberhalb ca. 5 mm stehen lassen. Zum Schneiden eine scharfe Schere benutzen.

Beetrosen
Zunächst tote, schwache und kranke Triebe entfernen. Dann die restlichen Triebe auf 4-7 Augen zurückschneiden. Generell läßt man kräftige Triebe etwas länger, während man schwächere Triebe stärker einkürzt, um das Wachstum anzuregen. Damit die Rose jung und gesund bleibt, schneidet man alle Äste, die älter als 4 Jahre sind, direkt an der Basis ab.

EdelrosEN
Edelrosen werden ähnlich wie Beetrosen zurückgeschnitten, nur dass man sie etwas stärker einkürzt. Sie werden nur auf 3-5 Augen zurückgeschnitten.

SOMMERSCHNITT VON BEET- UND EDELROSEN
Im Sommer verwelkte Blüten regelmäßig entfernen. Dazu bis auf das zweite kräftige Blatt unterhalb der Blüte zurückschneiden.

Kletterrosen
Einmalblühende Kletterrosen werden sehr zurückhaltend geschnitten. Alte Triebe, die älter als fünf Jahre sind, werden an der Basis abgeschnitten. Ebenso werden tote, kranke und erfrorene Triebe entfernt. Wo die Triebe zu dicht wachsen, wird behutsam ausgelichtet. Bei den mehrmals blühenden Kletterrosen werden im Sommer die Spitzen verblühter Triebe abgeschnitten. Man schneidet den verwelkten Blütenstand 5 mm oberhalb des zweiten fünfzähligen Blattes, von der Basis aus, ab. So sorgt man für eine fast ununterbrochene Blüte.

Hochstammrose
Der Schnitt der Hochstammrose richtet sich nach der veredelten Sorte. Das kann, wie beschrieben, eine Beet-, Edel-, Strauch- oder Kletterrose sein. Ziel des Schnittes ist, einen lichten Kronenaufbau zu erhalten. Dabei ist es wichtig, dass immer auf ein nach aussen weisendes Auge zurückgeschnitten wird.

Entfernen von Wildtrieben
Wildtriebe entwickeln sich gelegentlich aus der Unterlage der Rose. Sie wachsen aus dem Holz unterhalb der Veredelungsstelle. Sie sind hellgrün und haben meist mehr Stacheln. Sie müssen entfernt werden, da sie der auf der Unterlage wachsenden Rose die Nahrung und Wuchskraft wegnehmen und zum Absterben dieser führen können. Dafür legt man den Wildtrieb frei und schneidet ihn möglichst dicht an der Ansatzstelle ab.

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