
Die Pflanze
Über viele Jahre fristeten Stauden ein Dasein als
"Mauerblümchen". Sie wurden im Frühjahr als Jungpflanzen
in viereckigen Töpfen angeboten und der Gartenfreund brauchte
eine Menge Phantasie, um sich vorzustellen, was einmal daraus
werden könnte. Dies hat sich nun erheblich
gewandelt.
Stauden begleiten uns vom Frühjahr
bis in den Herbst/Winter hinein. Vielfach werden Sie heute im
Sommer blühend angeboten. Das Sortiment umfasst eine Vielzahl
unterschiedlicher Züchtungen, so dass für jeden
Gartenliebhaber auf jeden Fall etwas Passendes dabei
ist.
Stauden sind keine billigen
Wegwerfartikel, vielmehr sollen sie über Jahre hinweg Freude
bereiten. Dafür müssen sich die Stauden aber auch
wohlfühlen. Ob sie dies tun hängt entscheidend davon ab,
inwieweit ihre Standortansprüche berücksichtigt werden.
Weitere Einflussfaktoren sind die Beetvorbereitung, die
Qualität der Pflanzen selbst und natürlich die
Pflege.
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Die Bodenvorbereitung
Bereiten Sie das Pflanzbeet bitte sorgfältig vor. Es
ist dabei zu bedenken, dass sich die Stauden über viele Jahre
am gewählten Standort wohlfühlen sollen. Lockern Sie den
Boden gründlich auf und entfernen Sie dabei komplett alle
Wurzelunkräuter wie Quecke, Giersch etc. Denn Ist die
Pflanzung erst einmal vorgenommen, wird ein Entfernen dieser
lästigen Wucherer wirklich sehr mühselig.
Welche Bodenqualität Ihre Stauden brauchen, hängt von
deren Standortansprüchen ab; diese können Sie dem
Stecketikett entnehmen, welches mit im Topf steckt.
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Kalkliebende Stauden dürfen
keinesfalls in sauren Boden gebracht werden und umgekehrt
natürlich auch. Die meisten Stauden wachsen in normalem
Gartenboden, der gut durchlüftet und in der Lage ist,
Nährstoffe und Feuchtigkeit zu halten. Probleme bereiten
jedoch Böden, die zu Staunässe neigen. Je nach
Rahmenbedingung kann also eine Bodenverbesserung durchaus ratsam
sein. Folgende Punkte können hierfür als grundlegende
Leitlinie dienen:
Sandige Böden
bedürfen für Beet- und Schattenstauden einer
Strukturverbesserung mit 0,5 bis 1 kg Tonmehl (Bentonit) pro
Quadratmeter; darüber hinaus ist das Einarbeiten von gutem
Kompost ratsam. Gut geeignet für diesen Zweck ist aber auch
die COMPO SANA Staudenerde.
Lehmige Böden
können für Beetstauden durch das Einarbeiten von Sand und
Kompost durchlässiger gemacht werden, auch für diesen
Zweck eignet sich die COMPO SANA Staudenerde sehr gut.
Mediterrane Kräuter, Steingarten- und Steppenstauden
fühlen sich auf lehmigen Böden wohler, wenn 10 bis 20
Liter grober Split (Kalkschotter) pro Quadratmeter eingearbeitet
werden.
Böden, die längere Zeit
nicht gedüngt wurden, können durch das
Einbringen in die obere Bodenschicht von COMPO Stauden
Langzeit-Dünger (30 bis 40g/m²) verbessert werden.
Richtig pflanzen
Damit Ihre Pflanzen gut gedeihen, müssen Sie den richtigen
Standort in Ihrem Garten für sie finden. Ansprüche wie
Schatten oder Sonne sind unbedingt zu berücksichtigen. Hierbei
helfen Ihnen die Informationen auf den Stecketiketten.
Ein häufig begangener Fehler liegt darin, dass Stauden viel
zu eng gepflanzt werden, um möglichst schnell ein schönes
Pflanzenbild zuergeben. Resultat daraus kann je nach Pflanzung
sein, dass schwächere Stauden von extrem wuchskräftigen
Pflanzen verdrängt werden oder dass Sie nach relativ kurzer
Zeit (zwei bis drei Jahre) in die Pflanzung eingreifen müssen,
in dem Sie Stauden herausnehmen und umpflanzen. Orientieren Sie
sich zwecks Pflanzabstand also nicht an den zunächst nicht so
groß wirkenden Töpfen, sondern vielmehr an ausgewachsene
Pflanzen. Geben Sie sich und den Pflanzen ein wenig Zeit.
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Richtig wässern
Bevor Sie die Stauden einpflanzen, sollte der Wurzelballen
gut feucht sein.
Unser Tipp: Tauchen Sie die Töpfe vor dem Pflanzen so
lange in Wasser ein, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Ein
trockener Wurzelballen lässt sich im Erdreich nur noch schwer
befeuchten. |
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Vor der Einpflanzung sollten Sie zunächst die
Stauden auf dem Beet aufstellen, um die gewünschte Anordnung
zu finden. Wenn Sie mit Ihrer Gestaltung zufrieden sind, heben Sie
ein entsprechend großes Pflanzloch aus, entfernen erst jetzt
den Topf und pflanzen die Staude ein. Achten Sie darauf, dass die
Pflanze weder zu tief noch zu hoch eingepflanzt wird. Im Anschluss
daran drücken Sie die Staude gut an um einen "Bodenschluss" zu
gewährleisten, damit die Pflanze gut wurzeln kann.
Nach dem Einpflanzen wird jede einzelne Pflanze
ordentlich angegossen, wodurch eine Verbindung zwischen den soeben
gesetzten Topfballen und der umliegenden Erdschicht erzeugt wird.
Dieses Angießen ist sehr wichtig für den späteren
Kulturerfolg. Von nun an sollten Sie darauf achten, dass sich kein
Unkraut ausbreitet. Dazu können Sie die Fläche zwischen
den Stauden mulchen; je nach Nährstoffbedarf der Stauden bis
ca. 3 cm hoch mit gutem, unkrautfreiem Kompost (z.B. für
Beetstauden) oder mit anorganischem Material wie Kalkschotter (z.B.
für mediterrane Kräuter). Aufgrund der spezifischen
Eigenschaften von Rindenmulch wie z.B. Nährstofffestlegung und
Absonderung von Huminsäure ist hier von abzuraten. Es kann dem
Pflanzenwachstum eher hinderlich sein.
Stauden, die im späten Herbst gepflanzt werden, können im
Winter hochfrieren. Geschieht dies, achten Sie bitte darauf, die
betroffenen Pflanzen wieder fest in den Boden einzudrücken,
dies sollte geschehen, sobald der Boden frostfrei ist.
Wollen Sie vermeiden, dass sich eine Staude aussamt, so ist ein
Rückschnitt relativ kurz nach der Blüte ratsam Dieses ist
sinnvoll bei vegetativ vermehrten, nicht-sterilen Sorten, deren
Aussaat nicht die gleichen Eigenschaften aufweisen würde wie
die Mutterpflanze. Wollen Sie das Gegenteil, so lassen Sie die
"Früchte" einfach ausreifen.
Ein zeitiger Herbstrückschnitt kann gerade für
Langblüher wie Gaura lindheimeri (Prachtkerze), Coreopsis
grandiflora (Mädchenauge) oder Gaillardia (Kokardenblume)
sinnvoll sein, damit sie, anstatt sich mit der Blüte
völlig zu verausgaben, zum Bilden von
Überwinterungsorganen angeregt werden.
Mit dem Winter kommt dann der "Winterschlaf". Die meisten
unserer Stauden sind völlig winterhart und benötigen
keinen gesonderten Schutz im Winter.
Die meisten Winterschäden entstehen nicht durch Erfrieren,
sondern oftmals wird die Wintersonne unterschätzt, und die
Pflanzen vertrocknen. Die Sonne trocknet die Pflanzen zum einen aus
und lässt sie bei gefrorenem Boden "verbrennen", und zum
anderen erzeugen sich hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und
Nacht, mit denen die Stauden dann zu kämpfen haben. Hier kann
eine Schatten spendende Abdeckung (z.B. Fichtenreisig) entsprechend
sinnvoll sein.
